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Hörgesundheit

Hörgeräte und Brille: So passen beide hinter das Ohr

Von Elbe Akustik Team · Lesezeit ca. 3 Minuten · 25. August 2026

Hörgeräte und Brille: So passen beide hinter das Ohr

Kurz gesagt

Hörgerät und Brille teilen sich den Platz hinter dem Ohr, und das geht gut, wenn beides zusammenpasst: ein schlankes Hörgerät, ein dünner Brillenbügel, die richtige Reihenfolge beim Aufsetzen. Wer Im-Ohr-Geräte trägt, hat das Problem gar nicht. Bringen Sie Ihre Brille zur Anpassung mit; wir stellen das Hörgerät mit ihr ein, nicht ohne sie.

Wo es hakt

Hinter der Ohrmuschel ist wenig Platz. Liegt dort ein breiter Brillenbügel und darüber ein Hörgerät, entstehen drei typische Probleme: Druckstellen nach ein paar Stunden, ein Hörgerät, das beim Absetzen der Brille mit herunterkommt, und Pfeifen, wenn der Bügel das Gerät verschiebt und der Hörer nicht mehr dicht im Ohr sitzt. Bei Mütze, Maske oder Kopfhörer wird es noch enger.

Was hilft

Die Reihenfolge

Bewährt hat sich: Erst die Brille aufsetzen, dann das Hörgerät hinter das Ohr schieben, so dass es außen auf dem Bügel liegt. Beim Abnehmen umgekehrt, erst das Hörgerät, dann die Brille. Nach einer Woche macht die Hand das von allein.

Die Bauform

Ein Ex-Hörer-Gerät (RIC) ist heute so schlank, dass es neben dem Bügel Platz hat. Der dünne Draht zum Hörer stört nicht. Wer stärkere Verstärkung braucht und ein größeres HdO-Gerät trägt, dem helfen ein Halteclip oder ein Gerät mit gebogenem Gehäuse. Und wer keine Kompromisse hinter dem Ohr will, wählt ein Im-Ohr-Gerät: Es sitzt im Gehörgang, die Brille hat das Ohr für sich. Bei leichten bis mittleren Hörverlusten geht das oft.

Der Bügel

Optiker haben Bügel in verschiedenen Dicken. Dünne, gerade Bügel aus Metall oder Titan lassen dem Hörgerät den meisten Platz. Sportbügel, die sich hinter dem Ohr eng anlegen, sind die schlechteste Kombination. Sagen Sie beim Brillenkauf, dass Sie ein Hörgerät tragen, und nehmen Sie es zur Anprobe mit.

Das Ohrpassstück

Pfeift das Gerät, sobald die Brille sitzt, sitzt meist der Hörer nicht dicht genug. Ein maßgefertigtes Ohrpassstück oder ein anderer Schirmchen-Typ löst das in den meisten Fällen. Das ist eine Einstellung bei uns, kein neues Gerät.

Maske und Mütze

Bei Masken helfen Bänder, die am Hinterkopf statt hinter den Ohren gebunden werden, oder ein Maskenhalter. Bei Mützen und Helmen prüfen Sie, ob das Gerät nach dem Aufsetzen noch richtig sitzt; das Rückkopplungsmanagement moderner Geräte fängt das meiste ab.

Die Hörbrille

Es gibt Brillen, bei denen das Hörgerät im Bügel steckt. Sie lösen das Platzproblem, haben aber Nachteile: Brille und Hörgerät gehören dann zusammen, ein Wechsel des Gestells wird aufwendig, und die Technik hinkt den aktuellen Hörgeräten hinterher. Wir empfehlen sie selten und sagen Ihnen, wann sie sinnvoll ist, zum Beispiel bei einer Knochenleitungsversorgung.

So machen wir das bei der Anpassung

Bringen Sie jede Brille mit, die Sie regelmäßig tragen, auch die Sonnenbrille. Wir setzen das Hörgerät mit der Brille ein, prüfen den Sitz mit dem Video-Otoskop, messen, ob es pfeift, und probieren die Bauformen durch. Dann tragen Sie das Gerät mehrere Wochen im Alltag zur Probe, mit Brille, mit Mütze, im Wind. Was dann drückt oder pfeift, stellen wir nach.

Vereinbaren Sie einen kostenlosen Beratungstermin, in Glückstadt, Horst, Wedel, Barmstedt oder Itzehoe. Brille nicht vergessen.

Der nächste Schritt

Warten Sie nicht, bis der Hörverlust Ihren Alltag spürbar einschränkt. Je früher Sie handeln, desto besser sind die Ergebnisse.

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Schlagwörter
BrilleHörgeräteBauformenEx-HörerAnpassung